Weltweit entstehen neue Märkte rund um natürliche Kohlenstoffspeicher. Projekte zur Wiederherstellung von Mooren, Wäldern und Feuchtgebieten können messbare Klimawirkungen entfalten – und eröffnen damit eine neue Assetklasse im Bereich der Private Market Investments.
Natürliche Ökosysteme übernehmen zentrale Funktionen für das globale Klima. Moore, Wälder und Feuchtgebiete speichern große Mengen Kohlenstoff und stabilisieren zugleich Wasserhaushalt und Biodiversität.
Werden diese Systeme zerstört oder entwässert, entstehen erhebliche CO₂-Emissionen. Werden sie dagegen gezielt wiederhergestellt, kann ihre Klimawirkung messbar aktiviert werden.
Genau hier setzt die Assetklasse Nature Capital an: Investitionen fließen in Renaturierungsprojekte, deren ökologische Wirkung wissenschaftlich gemessen, unabhängig geprüft und in handelbare CO₂-Zertifikate überführt werden kann.
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Renaturierungsprojekte folgen in der Regel einem klar strukturierten Prozess: Zunächst werden geeignete Flächen identifiziert, etwa entwässerte Moorlandschaften. Durch Maßnahmen wie Wiedervernässung oder ökologische Aufwertung wird der natürliche Zustand schrittweise wiederhergestellt.
Über mehrere Jahre hinweg wird anschließend gemessen, wie sich die Kohlenstoffspeicherung entwickelt. Unabhängige Prüfer bestätigen diese Klimawirkung nach anerkannten Standards. Auf dieser Grundlage können sogenannte Carbon Credits entstehen, die im freiwilligen Kohlenstoffmarkt gehandelt werden.
Dieser Markt ermöglicht es Unternehmen, unvermeidbare Emissionen zu kompensieren und gleichzeitig hochwertige Klimaprojekte zu finanzieren.
Investitionen in natürliche Ökosysteme, deren ökologische Leistungen – etwa Kohlenstoffspeicherung – messbar gemacht und wirtschaftlich nutzbar werden.
Carbon Credits sind Zertifikate, die eine bestimmte Menge eingesparter oder gebundener CO₂-Emissionen repräsentieren. Sie entstehen aus überprüften Klimaprojekten und können im freiwilligen Kohlenstoffmarkt gehandelt werden.
Nature-Capital-Projekte verbinden reale Vermögenswerte mit messbarer Klimawirkung und neuen Marktmechanismen im Bereich freiwilliger CO₂-Zertifikate.
Moore gehören zu den effizientesten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde. Obwohl sie weltweit nur einen kleinen Teil der Landfläche bedecken, speichern sie enorme Mengen Kohlenstoff im Torf.
Wird ein Moor entwässert, beginnt dieser Kohlenstoff zu oxidieren und gelangt als CO₂ in die Atmosphäre. Wird das Moor wiedervernässt, kann dieser Prozess deutlich reduziert oder gestoppt werden.
Gerade Regionen wie Schottland verfügen über große zusammenhängende Moorflächen und geeignete klimatische Bedingungen für Renaturierungsmaßnahmen. Deshalb entstehen dort zunehmend Projekte, die ökologische Wirkung mit wirtschaftlicher Nutzung verbinden.